Soziophobie, ein Begriff den man heute gut kennt. Viele Menschen “leiden” an Soziophobie… was heisst leiden, es ist nicht “nur” unangenehm, es hat auch durchaus Vorteile, sich nicht immer unter die Menschen mischen zu müssen.
Ich persönlich kenne dieses Problem seit längerem, es war mir jedoch nie so bewusst wie jetzt. Und das, durch diverse Gespräche, welche ich geführt habe. Gespräche in welchen auskamen, dass wir wohl alle ein bisschen… durchgeknallt sind. Warum mischen sich viele Menschen nicht mehr gerne unter andere Leute? Warum haben Menschen wie ich, genaue Schemen und Abläufe im Leben? Warum geht man immer an der ein und der selben Tankstelle tanken? Warum kaufe ich das Brot nach der Arbeit lieber an der Tankstelle, zu welcher ich sogar extra fahren muss, anstatt bei der Migros unterhalb meines Arbeitsplatzes?… warum überlege ich überhaupt 2x ob wir überhaupt Brot brauchen? Warum warte ich lieber, bis der Kühlschrank lehr ist, damit ich nicht alleine in den Coop, welchen ich wirklich durchaus kenne, einen Grosseinkauf machen muss? Warum gibt es nur eine Waschanlage, an welcher meine fahrbaren Untersätze gewaschen werden?
Ich glaube viele Menschen fühlen sich in der Gesellschaft nicht mehr wohl. Man fühlt sich beobachtet und “gemustert”. Dabei sind wir einfach, wie wir sind. Ein bisschen schräg, ein bisschen komisch… nur weil wir nicht der Mehrheit entsprechen. Deshalb, gehe ich persönlich lieber da hin, wo ich alles “kenne”. Der Mensch war einst extrem anpassungsfähig… vielleicht ist das heute nicht mehr so? Oder vielleicht will sich der Mensch gar nicht mehr anpassen? Es gab mal einen Menschen… man kennt ihn, der wollte eine gewisse Rasse aussterben lassen, dafür eine neue “züchten”. Gross, blond, blaue Augen, so musste der “Mensch” aussehen. Hätten die grossen blonden, dadurch Vorteile gehabt, da sie alle gleich gewesen wären? Vielleicht schon, aber wollen wir das? Nein! Und dieser Typ übrigens.. war ein Arschloch. Wir wollen eigenständig sein… jeder Mensch ein Individium… jeder darf leben und glauben… oder nicht glauben, wie er es für richtig hält. Oder doch nicht? Immernoch sind wir Menschen von “Vorbildern” geprägt. Leider. Es gibt immer noch die perfekte Frau, den perfekten Mann.
Ist das der Grund dafür, dass wir Soziophobisten uns unter den Menschen, welche die Mehrheit sind, nicht mehr wohlfühlen? Oder sind wir schon langsam die Mehrheit? Ich weiss es nicht.
“The Wall” – ein Mensch welcher sich einmauert. Einmauert weil er die Gesellschaft nicht mehr erträgt… das gabs schon vor 30 Jahren. War die Gesellschaft schon damals so?
Fragen über Fragen… für mich steht fest, die Menschen grenzen sich ab… weil uns die Gesellschaft dazu zwingt…