Immer wieder passiert es mir, dass wenn ich irgend etwas tue, trage oder sage, dass die Menschen um mich herum sagen: Wow, das ist ja überhaupt nicht typisch Miri.
Dann habe ich jeweils immer das Gefühl, total aus meinem Raster zu treten. Ist es wirklich so, dass wir immer gleich sein müssen, nur um ins Schema der anderen zu passen? Müssen wir unsere Haare immer gleich tragen, nur damit wir nicht hören müssen: “du hast dich verändert” ? Müssen wir unser Leben lang den gleichen Kleidungsstil haben, nur damit man nicht sagt: “wow du bist ja heute voll nicht typisch Miri gekleidet”.
Sogar Meinungen verändern sich. Meinungen werden mit der Reife des Alters verändert, oder durch Überzeugung durch andere, oder durch Überzeugung von sich selbst. Meinungen sind visuell aber nicht sichtbar, deshalb wird mir wohl nie jemand sagen: “Wow, noch vor 10 Jahren hast du ganz anders gedacht, du hast dich so verändert”.
Aber wenn ich am Mittag anstatt ein “Anna’s Best”-Menü, eine leckere Khaki esse, ganz einfach, weil es Momentan Khaki-Saison ist, und ich einfach mal keine Lust auf ein “Fertigmenü” habe, heisst es gleich: “Wow Miri, bist du die neue Andrea?”.
Warum wird man angesprochen, wenn man die Haare von lang auf ganz kurz schneidet? Warum heisst es dann gleich: “Du bist ein neuer Mensch, du hast dich verändert”. Ist das Problem, dass der Mensch dadurch gestört wird, wenn ein anderer Mensch nicht mehr in die Schublade, in welcher er ihn zugeordnet hat, passt? Weil sich der Mensch zuerst an den “neuen” Mensch gewöhnen muss? Auffallend ist, dass wenn man eine Woche lang einen Rock trägt, man in der nächsten Woche sicherlich nicht auf die blauen langweiligen Jeans angesprochen wird, denn die trägt man ja “normalerweise”. Gibt es denn ein normalerweise? Es mag Menschen geben, welche immer genau gleich sind, welche sich nie überwinden, etwas “anderes” zu tun.
Aber glaubt mir, gerade wenn man mal was anderes ausprobiert, ist das letzte was man gebrauchen kann: “Wow, Miri du hast dich total verändert, du bist heute nicht typisch Miri”. Denn genau deshalb wagt man nichts… genau deshalb trage ich dann schlussendlich immer Jeans… genau deshalb, ist das dann “typisch Miri”.
Ich habe es eine Zeit lang damit versucht, mich ständig zu verändern, dann sagte man aber, es sei sooo nicht typisch Pfoffie, wenn ich mich mal aufgehört hatte zu verändern.
Ich glaube, das Problem ist, dass viele Menschen angst vor Neuem haben, dies aber nicht zugeben können und somit das neue mit offensiven Aussagen vertreiben wollen.
Vielleicht ist es auch einfach nur eine Erkenntnis manchmal … und gerade wir Frauen (hahahaha) freuen uns ja auch, wenn einem auffällt, dass die Frisur anders ist
Aber sobald es offensiv wird und man “negativ” mit anderen verglichen wird… ja, dann muss was im Busch sein, aber auf keinen Fall bei der Person, die sich verändert hat.
Ich frage mich nur, wenn die Menschen Angst vor neuem haben, warum denn dann, wenn andere Menschen was “anderes” tun?
Es betrifft ja jeweils nicht mal die Menschen, welche Angst davor haben…
übrigens! Ich hasse es, wenn ich “Frau” auf eine neue Frisur angesprochen werde! Vorallem, wenn man dies einen Monat später dann noch hört… dass man ja eine neue Frisur hat.
ja aber, hast du nicht eine neue Frisur grad!? sieht voll bubig aus
Sie haben angst, vor der neuen miri. eine neue hose kann bedeuten, dass du sie jetzt neuerdings auch hasst. oder so… ich weiss es nicht.
haha, nein! Meine Haare wachsen und wachsen
Keine neue Frisur, nicht geschnitten nicht gefärbt